Beratungskonzept

Drucken

 

I. Einleitung 

Beratungstätigkeit in der Schule ist grundsätzlich ebenso wie Unterrichten, Erziehen und Beurteilen Aufgabe aller Lehrerinnen und Lehrer.

Das christliche Grundverständnis unserer Schule setzt voraus, kognitives, soziales und emotionales Lernen als gleichrangig zu betrachten und die Schülerinnen in ihrer gesamten Persönlichkeit mit ihren unterschiedlichen Problemen anzunehmen.

Eltern und Schülerinnen müssen auf ein unkompliziert erreichbares Unterstützungssystem zurückgreifen können, um bei Problemen angemessene Lösungen zu finden.

Die Beratung sollte sich an einzelne Lebensabschnitte und Entwicklungsstufen einer Schülerin orientieren.

Neben der Schulleitung, den Beratungslehrern, den Klassen- und Fachlehrern und der betroffenen Schülerin sollen auch die Eltern in den Beratungsprozess mit eingebunden werden.

 

II. Das Beratungskonzept der Marienschule

  • Elternsprechtage (zwei Sprechtage je Schuljahr)
  • Feste Sprechzeiten der Lehrer
  • Tag der offenen Tür für die neuen Schülerinnen und deren Eltern
  • Enge Kooperation mit den Grundschulen, Hauptschulen und Gymnasien.
  • Koordinator für die Erprobungsstufe
  • Je vier Erprobungsstufenkonferenzen in Klasse 5 und 6
  • Hausaufgabenbetreuung für die Jahrgangsstufen 5 und 6
  • Informationsveranstaltungen im Jahrgang 6 für Schülerinnen bzw. Eltern zur Entscheidungsfindung im Zusammenhang mit der Differenzierung ab Jahrgang 7
  • Teilnahme am „girls day“
  • Koordinator für berufsbildende Maßnahmen und entsprechende Übergänge nach Klasse 10
  • Schüler beraten Schüler bei Schullaufbahnfragen
  • Paten aus den 10er Klassen begleiten und unterstützen die neuen 5er Klassen
  • Beratungslehrerin   
  • Die Schulleitung berät bei notwendigen oder gewünschten Übergängen von oder zu anderen Schulformen
  • SV-Lehrer als Mittler zwischen Schülerschaft und Schulleitung bzw. Schulkonferenz
  • In Klasse 8 ein einwöchiges Sozialpraktikum zur Schulung sozialer Kompetenzen
  • In Klasse 9 drei Tage religiöse Orientierung als Angebot zur Selbstfindung
  • schulinterne Fortbildungen für das Kollegium

 

III. Aufgabenverteilung im Beratungs- und Unterstützungssystem 

Fachlehrer/-innen:

Die Fachlehrer/-innen sind fachbezogen die ersten Ansprechpartner/-innen für Schülerinnen und deren Eltern.

Die Lehrkräfte beraten im Hinblick auf die Fachinhalte, den Leistungsstand, die Leistungsbewertung und das Arbeits- u. Sozialverhalten.

Klassenlehrer/-innen:

Die Klassenlehrer/-innen sind klassenbezogen die ersten Ansprechpartner für Schülerinnen und Eltern. Sie beraten bei Erziehungs- und Lernproblemen.

Beratungsgespräche über die Entwicklung und die Schullaufbahn des Kindes finden ebenfalls statt. Außerdem bieten die Lehrkräfte Unterstützung und Betreuung im Rahmen des Schullebens an.

SV-Lehrer/-innen:

Die Vertrauenslehrer/-innen werden von allen Schülerinnen gewählt. Sie begleiten die Wahlen der Schülervertretung und bieten Unterstützung bei

Schulkonferenzen an. Die Lehrkräfte gestalten mit der Schülervertretung u.a. das Schulleben. Die Lehrkräfte stehen den Schülerinnen jederzeit bei Fragen und Problemen zur Seite.

Schulleitung:

Sie führt Aufnahmegespräche, um die Schülerinnen und deren Eltern auf unser Schulleben vorzubereiten.

Sie unterstützt das Kollegium bei Gesprächen mit Schülerinnen und Eltern.

In Mitarbeitergesprächen wird die Zusammenarbeit zwischen Schulleitung und Kollegium intensiviert.

Beratungslehrer/-innen: 

Die Beratungslehrer/-innen haben eine spezielle Ausbildung und sind in der Schule Ansprechpartner/-innen für Schülerinnen, Eltern, Lehrkräfte und Schulleitung. Im Folgenden werden die einzelnen Beratungsbereiche, die die Lehrkräfte anleiten, betreuen oder durchführen vorgestellt. Sie klären auch, ob ggf. eine eigene Bearbeitung oder die Vermittlung an andere interne oder externe Personen des Unterstützungssystems erfolgen soll.

Die in der Einleitung angesprochenen Ziele können nur erreicht werden, wenn alle im weitesten Sinne an Beratung in der Schule Beteiligten in einem kooperativen Netzwerk zusammenarbeiten. 

IV. Richtlinien der Beratungsarbeit:

Freiwilligkeit

Beratung erfolgt immer auf freiwilliger Basis. Nachhaltige Verhaltensänderungen lassen sich nicht erzwingen. Der Ratsuchende kommt freiwillig zur Beratung, wählt aus den gemeinsam erarbeiteten Lösungsvorschlägen aus und kann jederzeit die Beratung beenden.

Vertraulichkeit

Die Ratsuchenden bestimmen den Rahmen und können sich auf die Zusicherung der Vertraulichkeit verlassen. Die Erhaltung der Vertrauensbasis ist besonders wichtig.

Trotzdem ist nach Absprache mit dem Ratsuchenden ein wichtiges Ziel der Beratung eine offene Kommunikation und Kooperation mit anderen Personen.

V. Beratungsbereiche

Lernberatung

Psychologische Beratung

Konfliktberatung

Die Beratung versteht sich als Möglichkeit Probleme zu erkennen, Konflikte zu verstehen, Lösungswege zu finden und die Persönlichkeit zu stärken. Der Beratungslehrer verweist an kompetente Institutionen und arbeitet mit diesen eng zusammen (Schulpsychologischer Dienst, Jugendamt, Schulberatung, Kinder- und Jugendpsychologen etc.)

In Elternabenden werden Experten zu ausgewählten Erziehungsfragen eingeladen. 

Pädagogische Probleme sind sehr komplex und nicht ohne weiteres zu lösen, deshalb sollten sich alle am Beratungsprozess beteiligten im Sinne der Nachhaltigkeit und Qualität von zu erarbeitenden Lösungen Zeit nehmen und auch geben.