Vortrag von Frau Weyl: "Ihr seid meine Zweitzeugen"

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Ihre Geschichte begann im Jahr 1930, als das Land der Dichter und Denker scheinbar über Nacht zu einem totalitären System wird, das die jüdische Bevölkerung in Angst und Schrecken versetzt. Um dem Terrorregime zu entkommen flieht die damals 6-Jährige niederländische Jüdin mit ihren deutschen Eltern von Kleve ins benachbarte Arnheim.

 

Doch nachdem auch die Niederlande dem Überfall durch die Nationalsozialisten erliegen, wird Eva Weyl mit ihrer Familie in das niederländische Durchgangslager Westerbork deportiert. Hier verbringt sie nun die nächsten 3 ½ Jahre ihres Lebens zwischen Hoffnungslosigkeit und der ständigen Gefahr ins Vernichtungslager Auschwitz abtransportiert zu werden. Eva Weyls Eltern tun während dieser Zeit ihr Bestes dieses unsagbare Elend und Leid von ihrer Tochter fern zu halten. Mehrere glückliche Zufälle führen schließlich dazu, dass Familie Weyl dem Abtransport nach Auschwitz entgehen konnte und ermöglicht Eva Weyl heute ihre Geschichte mit zahlreichen Jugendlichen teilen zu können. Die Schülerinnen der Klasse 10, von denen einige im Rahmen der Auschwitz AG die Möglichkeit hatten das Vernichtungslager mit eignen Augen zu sehen, wirkten sichtlich bewegt und zu tiefst beeindruckt von Eva Weyls Vortrag und von ihrer dennoch sehr positiven Einstellung zum Leben.