Gedenkveranstaltung "Gegen das namenlose Sterben"

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Stelenprojekt: „Gesichter Xantener Juden“

In dem Schulprojekt geht es darum, den verfolgten und ermordeten jüdischen Mitbürgen Xantens posthum ein Denkmal zu setzen und ihnen ihre Gesichter und somit ihre Würde wiederzugeben. Im Rahmen eines Projektes des Wahlfachkurses „Kunst“ erinnern Schülerinnen der Klasse 10 der Marienschule Xanten an Xantener Juden, die in der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt, vertrieben und ermordet wurden. Unter der Leitung der Kunstlehrerin Eva Mesmann und der bildenden Künstlerin Laula Plaßmann haben die Schülerinnen 22 kunstvolle Stelen 31 jüdischen Bürgern gewidmet. Die Schülerinnen begannen zunächst Einzelschicksale zu recherchieren, forschten im Stadtarchiv als auch im Internet, telefonierten mit Botschaften und Yad Vashem, dem Zentrum für jüdische Opfer. Nach der Recherche und der intensiven Beschäftigung mit Einzelschicksalen begannen die Schülerinnen mit der Erarbeitung von Erinnerungs- bzw. Grabstelen. Nach Wochen des Sägens, Schleifens und Lackierens präsentieren sie nun ihre Werke.

 

Zum Auftakt der Veranstaltung präsentierte das Instrumentalensemble der Marienschule, unter der Leitung von Frau Kammann, ein Musikstück aus dem Spielfilm „Schindlers Liste“ (1993).

Anschließend eröffnete Herr Lemkens die Veranstaltung. Und ebenfalls Xantens Bürgermeister, Thomas Görtz, begrüßte die zahlreichen Gäste herzlich.

Eva Mesmann, Künstlerin Laula Plaßmann und Schülerinnen der 10. Klasse stellen das Projekt „Gegen das namenlose Sterben“ vor, das im Rahmen des Kunstunterrichts erarbeitet wurde.

Innerhalb des Projektes „Humanity“ stellten Schülerinnen der Klasse 10 eine Fotodokumentation vor. Die Schülerinnen hatten im vergangenen September die Möglichkeit, im Rahmen einer AG das Konzentrationslager Auschwitz mit eigenen Augen zu sehen und individuelle Erfahrungen zu machen.

Schülerinnen im Gespräch mit Jürgen Kappel.

Die Schülerinnen überreichen Frau Plaßmann ein kleines Dankeschön für die gute Zusammenarbeit.

 Wir danken für die ertragreiche und partnerschaftliche Zusammenarbeit der Schülerinnen der Klasse 10 der Marienschule, der Kunstlehrerin Eva Mesmann, der Künstlerin Laula Plaßmann, Herrn Dr. Ralf Trost, Herrn Dr. Schneider, Herrn Jürgen Kappel, Frau Maas, dem Stifts-Museum, der Stadt Xanten, der katholischen Propsteigemeinde Sankt Viktor Xanten und der evangelischen Kirchengemeinde Xanten/Mörmter. Darüber hinaus wurde das Projekt von der Firma Hülskens GmbH, vom Förderverein Wesel und vom Förderverein der Marienschule Xanten gefördert. Wir danken allen Beteiligenden für die Ermöglichung dieses einzigartigen Projektes. Die von den Schülerinnen gefertigten Stelen werden ab heute für mehrere Monate im Stifts-Museum Xanten ausgestellt werden und können gern besichtigt werden.