Eine Woche Russland- Ein wahres Erlebnis

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Die Leute, die von den anderen Schulen mitgefahren sind, hatte man sehr schnell kennengelernt und die Reise  begann. Nach einem angenehmen Flug ging es mit einem Bus zum Bahnhof. Und dort sahen wir sie das erste Mal: Die Straßen Russlands. Und diese sind echt nicht zu empfehlen, wenn man an Reiseübelkeit oder dergleichen leidet. Nach einigem Ruckeln und Zuckeln und brenzlichen Momenten,  in denen die anderen Autos uns meiner Meinung nach wohl viel zu nah kamen, konnten wir dann endlich den Bahnhof erblicken.

Und dieser war für mich schon ein wahnsinnig großes Erlebnis. Alles war so fremd. Als dann der Schlafzug kam, mit dem wir noch 7 Stunden fahren sollten, waren wir alle erleichtert und dachten uns erwarten gemütliche Hochbetten. Aber war falsch gedacht. Es war schon eher ziemlich klein, eng und ungemütlich, um es nett auszudrücken, aber wir hatten trotzdem unseren Spaß, denn an Schlaf war gar nicht zu denken, wir waren alle viel zu aufgeregt.

Als wir dann in Arzamas um 3 Uhr Ortszeit ankamen, erwarteten uns alle schon voller Erwartung und Vorfreude. Wir fuhren mit den unterschiedlichen Familien in deren Wohnungen. Diese waren meist kleiner, als wir sie aus Deutschland kennen, jedoch trotzdem elektronisch sehr gut ausgestattet. Ich persönlich konnte mich gut mit meiner Austauschpartnerin verständigen und kaum hatte diese mir mein Bett gezeigt, schlief ich auch schon. Da ich eigentlich nur ein paar Zeilen schreiben wollte, jedoch jetzt schon wieder viel zu viel erzähle, fasse ich die nächsten Tage etwas zusammen. Wir trafen uns alle immer morgens in der Schule.

Dort wurden wir mit einer riesigen Willkommensfeier empfangen. Wir fühlten uns als etwas ganz besonderes, da jeder uns ansah, uns zuwinkte und schüchtern „Hallo“ zu uns sagte. Ich fühlte mich von Anfang an wohl und versuchte mich so viel wie möglich mit der Gruppe aus Russland zu unterhalten. Wir unternahmen sehr viel zusammen und alle bemühten sich, dass es uns gut ging. Wir bekamen Unmengen an Essen jeden Tag, dieses war anders als in Deutschland, jedoch trotzdem ganz lecker. Abends gingen wir dann noch mit den Jugendlichen nach draußen und wir hatten wahnsinnig viel Spaß. Egal, wo man hinkam, die Menschen dort waren so herzlich und nett, so dass ich echt traurig war, als sich unsere Reise dem Ende zuneigte. Meine Austauschpartnerin und ich sind gute Freundinnen geworden und auch ihre Familie und die anderen Leute unserer Gruppe waren mir sehr ans Herz gewachsen. Wir waren zu einer Gemeinschaft geworden. Doch nun war es an der Zeit „paka“ zu sagen. Es wurden hier und da Tränen vergossen, und dann mussten wir zurück nach Deutschland. Und der normale Alltag ging weiter. Für mich war die Reise nach Russland eine wundervolle Erfahrung, die ich nie vergessen werde.

Natürlich wurde unsere Gruppe vom Bürgermeister empfangen.

Und die Wolga haben wir auch gesehen.