Begeistert von Russland

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Schon die Anreise war das erste Abenteuer, da es nach dem Flug nach Moskau weitere sieben Stunden mit dem Schlafzug nach Arzamas ging. Nach insgesamt 22 Stunden Reise wurden die Gäste herzlich begrüßt und in die Familien aufgenommen. 

Das von der Gastschule straff organisierte Programm zeigte den Xantener Schülern die Geschichte, Sehenswürdigkeiten, verschiedenen Schulen und Freizeitmöglichkeiten der Stadt Arzamas. Die große Kathedrale, die Frauen nur mit Kopftuch und Rock betreten dürfen, war ebenso beeindruckend wie das Museum zu Ehren des Patriarchen. 

Die russischen Schulen haben ein ähnliches Klassensystem von eins bis elf, wobei die Grundschule immer dazu gehört. 95% der Schüler lassen sich jeden Mittag das frisch gekochte Essen in der Schulmensa schmecken. Jede Schule hat einen Schwerpunkt, etwa Mathe, Biologie, Englisch oder eine Kadetten-Klasse. 

Eines der vielen Highlights war der Besuch der Bezirkshauptstadt Nischni Nowgorod. Nach einem Spaziergang durch die Einkaufsstraße hatte die Gruppe freie Sicht auf die Wolga. 

Ein Picknick im Wald bei 5°C war ein weiterer Höhepunkt. Mit Teamspielen hielten die Jugendlichen sich warm, während die Eltern auf einem Ofen die Pelmeni (ähnlich wie Ravioli) und den Tee erwärmten. 

Schnell lernten die Schülerinnen und Schüler die Lebensweisen und Gewohnheiten ihrer Gastfamilien kennen. Die Wohnungen sind kleiner und weniger luxuriös als zu Hause und es wird wesentlich mehr gegessen. Doch besonders die Herzlichkeit und Gastfreundschaft der Russen blieb den Xantenern in guter Erinnerung. 

Der stellvertretende Bürgermeister der Stadt begrüßte die deutsche Delegation mit warmen Worten. Er lobte das Engagement des russischen Gymnasiums und des TUS Xanten, der den Austausch im Hintergrund organisiert, und fragte die Schülerinnen und Schüler nach ihren Eindrücken von Arzamas. Die Verbindung von altem und modernen in der Architektur und der Lebensweise stellten die Jugendlichen in den Vordergrund. 

Der Abschied fiel allen schwer, doch die Vorfreude auf das nächste Jahr, wenn die russischen Gäste nach Xanten kommen, ist groß. Bis dahin werden die Jugendlichen über Skype und Facebook den Kontakt halten.